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Winfried Gerling

Ausschreibung 2 Promotionsstellen Forschungskolleg SENSING in Potsdam

Ausschreibung von 2 Promotionsstellen
an der Universität Potsdam gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungskollegs  SENSING: Zum Wissen sensibler Medien sind zwei Promotionsstellen in Teilzeit mit 26 Wochenstunden (65 %) befristet vom 1.12.2018 bis zum 30.11.2022 zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TVLänder, die Befristung nach § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Bewerbungsschluss ist der 30.09.2018.

Über das Forschungskolleg
Das Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien untersucht sensorische, vernetzte Medien und deren Verhältnis zum menschlichen Wahrnehmen und Fühlen. Durch die Implementierung von Sensoren werden Medien und Alltagsgegenstände heute zunehmend mit einem „technischen Empfindungsvermögen“ versehen. In sensorische Netzwerke integriert, erfassen und steuern ihre Interfaces und Algorithmen wiederum die menschliche Sinneswahrnehmung. Zum Spektrum sensorischer Medienassemblagen gehören unter anderem Smartphones, E-Books, Kameradrohnen, Wearables, Health Apps, Messstationen, Sprachassistenten, Smart Homes, Virtual-Reality-Installationen, medizinische Bildgebung oder interaktive Ausstellungen. Das Forschungskolleg ist am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) verortet, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg. Es besteht die Möglichkeit zur Promotion an der Universität Potsdam, der FH Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF sowie der BTU Cottbus-Senftenberg. Im Rahmen einer strukturierten Graduiertenausbildung vermittelt das Kolleg interdisziplinäre Kompetenzen, die den Kollegiat*innen den Einstieg in diverse Forschungs- und Praxisfelder ermöglichen. Eine Besonderheit ist die enge Verbindung von Medienwissenschaft und Medienpraxis: Die Kollegiat*innen verbringen bis zu 12 Monate bei namhaften Praxispartnern aus den Bereichen Film- und VRProduktion, Rundfunk, Ausstellungsdesign, Museum, Marketing oder Verlagswesen. Weitere Informationen sind der Website des Forschungskollegs zu entnehmen: http://www.sensing-media.de

Bewerbungsvoraussetzungen:
Gesucht werden Nachwuchswissenschaftler*innen aus medien-, kultur- oder kunstwissenschaftlichen Fächern mit einem ausgezeichneten Hochschulabschluss und zum Forschungsthema passenden theoretischen und methodologischen Kenntnissen und Fähigkeiten. Ihre Promotionsprojekte sollten sich möglichst mit konkreten Untersuchungsgegenständen im Bereich visueller sensorischer Medien beschäftigen, beispielsweise mit E-Books, Virtual und Augmented Reality, visuellem Datenjournalismus, perzeptiven / empathischen Bildmedien, Hologramm-Avataren, interaktiver Animation, immersivem/interaktivem Dokumentarfilm oder anderen Arten sensorischer (Bewegt-)Bilder. BewerberInnen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen einen Sprachnachweis für Deutsch (C1 / DSH 2 / ZOP / TestDaF 4 / DSD II) beibringen.  Wünschenswert sind sehr gute Kenntnisse von Englisch in Wort und Schrift.

Die Bewerbungen sollen folgende Unterlagen umfassen:
• Exposé eines Dissertationsvorhabens (5-10 Seiten einschl. Zeitplan) inkl. einer knappen Einordnung in die Gesamtthematik und Angabe möglicher Praxisfelder
• Motivationsschreiben
• Arbeitsprobe (Ausschnitt aus Abschlussarbeit, 15-20 Seiten)
• Tabellarischer Lebenslauf inklusive Nennung medienpraktischer Erfahrungen und Arbeiten
• Kopien der Hochschulzugangs- und Universitätsabschlusszeugnisse
• Vertrauliches Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers / einer Hochschullehrerin

Die aktive Teilnahme am Veranstaltungsprogramm des Kollegs wird erwartet.

Die Universität strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber/-innen bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbungen sind in elektronischer Form (eine PDF-Datei) bis zum 30.09.2018 an die Sprecherin des Kollegs, Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam, zu richten: stephanie.rymarowicz@uni-potsdam.de

Die Auswahlgespräche finden am 19.10.2018 statt. Kosten, die im Zusammenhang mit der Vorstellung entstehen, können leider nicht erstattet werden.

Soeben erschienen: Bilder verteilen – Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur

Winfried Gerling, Susanne Holschbach und Petra Löffler

Digitale Fotografien sind allgegenwärtig: Sie werden täglich milliardenfach erzeugt, verbreitet, kommentiert und gespeichert. Im Zusammenspiel mit digitalen Technologien und sozialen Netzwerken sind Praktiken entstanden, die Produktion und Rezeption, Distribution und Archivierung fotografischer Bilder radikal verändert haben. Sie werden dabei ebenso von ihren Prosumer/innen verteilt, geordnet und bewertet wie von Maschinen, Software und Algorithmen. Wie verschieben sich dadurch fotografische Konzepte von Autorschaft, Referenz und Relevanz? Welche Ästhetiken, Wissensordnungen und Archive entstehen in digitalen Kulturen? Dieser Band erschließt erstmals systematisch die neuen Technologien und kulturellen Praktiken, durch die fotografische Bilder gegenwärtig verteilt und wirksam werden.

2018-04-23, 290 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4070-0

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4070-0/bilder-verteilen/

Soeben erschienen: Was der Fall ist… Prekäre Choreographien

Winfried Gerling und Fabian Goppelsröder

„Die Welt ist alles, was der Fall ist.“ Was aber ist der Fall? Lässt er sich abbilden, fotografieren? Ist er schlicht unbezweifelbares Faktum, Tatsache, Gewissheit? Oder lässt er als Sturz gerade diese Sicherheiten unsicher und prekär erscheinen?

Die Bildgeschichte des Fallens ist noch kurz. Erst mit der Fotografie wird jene eigentümliche Verschränkung von Determination und Freiheit eigentlich zum Sujet. Und erst der mediale Eigensinn der Chronofotografie lässt die Komplexität des Vorgangs sichtbar werden.

Dagegen reicht seine Geschichte als Denkfigur bis zur Erzählung über die Vertreibung aus dem Paradies zurück. Heinrich von Kleist sieht den Fall als Zeichen der „gebrechlichen Einrichtung der Welt“ überhaupt. Stück für Stück entwickelt sich das permanente Fallen vom Lapsus zur conditio humana. Der Mensch, die Welt ist alles, was im Fall ist. In einer Zeit, in der die GoPro den Kick des Stürzens in Netzvideos multipliziert, verliert alles Verlässliche, Stabile seinen Reiz. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Fall zum Signum einer ganzen Kultur geworden.

Die Reihe »Zwiegespräche« des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften ZeM ist den vielfältigen Formen und Methoden medienwissenschaftlicher Forschung und Wissensproduktion gewidmet. Als intensiver Dialog zweier AutorInnen moduliert jeder einzelne Band einen Begriff, eine Fragestellung, ein Phänomen oder Ereignis im Raum seiner Assoziationen. Statt schlicht zwei Arbeiten zu einem Thema lose miteinander zu verbinden, soll ein sich gegenseitig anstiftender, inspirierender und infizierender Austausch entstehen. Durch die graphische wie inhaltliche Verschränkung der Beiträge, den gemeinsamen Fußnotenapparat und die durchgängige Reihe an Bildern als weiterer Ebene der Argumentation wurde mit »Zwiegespräche« eine eigene, die besondere Bezugnahme tragende Form gefunden. »Was der Fall ist … Prekäre Choreographien«, entstanden in Zusammenarbeit mit Merle Ibach und Hans Kannewitz, ist der erste Band der Reihe, mit dem das Format konzeptuell entwickelt wurde.

2017
78 Seiten, 17 x 24 cm, broschiert,
35 Abbildungen (farbig)
ISBN 978-3-86599-355-7

 

CFP: Versatile Camcorders: Looking at the GoPro-Movement

Versatile Camcorders: Looking at the GoPro-Movement

International Workshop June 21-23 2018 at ZeM (Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften) organized by Winfried Gerling and Florian Krautkrämer.

The GoPro is a so-called “action camcorder”, a small, easy-to-use and particularly robust camera which allows making video recordings under water or during a parachute jump and other situations that are difficult to shoot.
It was first launched as an analog photo camera for surfers in 2004. The objective of this new culture is inscribed in its brand “Go-Professional”: alleged professionalization of image production under extraordinary conditions.

With the GoPro as the “world’s most versatile camera”, as said in the advertising text, the gesture of this promoted mobility is transferred to the actions of the camera operator and the possibility of linking the camera to various moving objects and subjects.
A genre of daring (existential) images emerges. For example images of the falling (skydivers, base jumpers and wingsuit fliers) and the fallen (when helmet cameras of militants record combat situations) as well as images of situations beyond control (animals hijacking the camera). Even more as in images shot with a hand camera perspectives become shaky; they flip vertical or horizontal, with the filmmakers’ bodies in the center. GoPro not only introduced a new camera segment but also changed the way of amateur filmmaking. This cannot be reduced solely to technical means, but rather to assertive brand communication.

Topics that are to be discussed at the conference from the perspective of this still relatively new device include: the transformation of amateur filmmaking and its correlating visual worlds; the gesture of venturous action and increased risk-taking; the impact on (citizen) journalism; aspects of the the circulation of images in social networks; new gestures such as selfies as well as the effects of the device on the body; surveillance (when the GoPro is mounted on drones) as well as recording the unexpected or the unintended.
Contributions do not have to focus on the manufacturer of GoPro. Proposals on the voluntary work of users as part of the brand communication as well as contributions from an artistic practice, workshop reports and applied presentations of a problem are welcome.

Please hand in your abstract (should not exceed 400 words) with a short biographical note via e-mail to goprocall@zem-brandenburg.de by Dec 31 2017.

The workshop will be held in English and German.