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Out now: Fabrikation eines Verbrechers

 Fabrikation eines Verbrechers. Der Kriminalfall Bruno Lüdke als Mediengeschichte

Dieses Buch ist zusammen mit dem Historiker Axel Doßmann (Universität Jena) und in Kooperation mit dem Grafiker Markus Dreßen und dem Verlag Spector Books Leipzig entstanden. Es handelt sich um eine Studie, in der Dokumentarfotografien als Teil des Forschungsfeldes Visuelle Kultur explizit verhandelt werden.

1944 ließen Akteure der Kriminalpolizei und des Reichssicherheitshauptamtes den zwangssterilisierten Bruno Lüdke aus Köpenick in Wien ermorden. Nach dem Krieg nutzten Journalisten Akten und Artefakte der Kripo, wie Tatortfotos, eine Büste und einen Handabguss für „Enthüllungsgeschichten“ in illustrierten Zeitungen. Dort nannte man ihn „den größten Massenmörder in der Kriminalgeschichte“. International populär wurde der Kriminalfall durch Robert Siodmaks preisgekrönten Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ mit Mario Adorf in der Rolle des geisteskranken Verbrechers.

Mit „Fabrikation eines Verbrecher“ liegt eine Visual History über Kriminalität, Gewalt und rassistische Menschenbilder vor. Rekonstruiert wird, unter welchen Bedingungen der Fake im Nationalsozialismus entstand und warum er sich als True Crime in der Bundesrepublik etablieren konnte.

Heutige Vorstellungen vom Bösen (und Fremden) haben eine Geschichte, über die unsere Fallstudien aufklären. Ein Mensch wurde hier ermordet und medial verwertet  – unser Buch benennt die Täter, Mittäter und Nutznießer aus Polizei, Justiz und Journalismus vor und nach 1945.

    

In dieser Mediengeschichte wird die Faszination des Bösen und des Fremden als Repräsentationen in verschiedenen Medien (z.B. Buch, Fotografie, Akte, Film, Zeitung, Illustrierte, Album, TV-Film, Büste, Internet) untersucht. Die Quellen und ihre Archive sollten visuell so präsentiert werden, dass die Thesen nachvollziehbar sind. Die Arbeit an den rassistischen Artefakten und Sammlungsbeständen zum Kriminalfall fordern ethische und ästhetische Haltungen ein, die über das konkrete Beispiel hinausweisen. Historische und ästhetische Kontexte haben wir mit eigenen Bildmontagen in den Blick gerückt: Wo war ein Artikel einst platziert? Wie ändert sich der Blick, wenn man auf eine Bildlegende bewusst verzichtet?

Fotografien zeigen und analysieren wir in den jeweiligen medialen und historischen wie gegenwärtigen Kontexten. Es werden bilddiskursive Felder herausgearbeitet und exemplarisch Bilddiskursanalysen vorgestellt. Für die Präsentation der Artefakte haben wir mit zwei Dokumentarfotografen zusammengearbeitet.

                          

Die Gestaltung will zum Studieren wie auch zum Schmökern und Entdecken einladen; historische Bildung soll auch Vergnügen bereiten und eine Chance bieten, Medien auf andere Art wahrzunehmen.

Links:
Visual History: https://www.visual-history.de/project/fabrikation-eines-verbrechers/
Hier kann man ins Buch hineinblättern, Spector Books: http://spectorbooks.com/de/fabrikation-eines-verbrechers

Axel Doßmann/Susanne Regen, Fabrikation eines Verbrechers, Der Kriminalfall Bruno Lüdke als Mediengeschichte, Spector Books, Leipzig 2018, 332 Seiten, 386 Abb., davon 87 in Farbe, EUR 38,00


Abbildungen:
Kiste mit Materialien zum Kriminalfall, 2015: Fabrikation von Beweisen: Kiste aus der Polizeihistorischen Sammlung Berlin mit diversen Materialien aus den 1940er und 1950er Jahren, die bis 1993 dazu dienten, Bruno Lüdke in der Ausstellung als Serienmörder darzustellen; Polizeihistorische Sammlung Berlin, 23 x 29 cm; Foto: Jonas Zilius, 2015
Jonas Zilius fotografiert die Büste Lüdkes aus dem Jahr 1944: Der Karlsruher Fotograf Jonas Zilius bei der Arbeit im Department für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Wien; Foto: Susanne Regener, 2014
Inszeniertes Verhör mit Lüdke, Frühjahr 1943:  Sekretärin Gertrude Steiner, Kriminalkommissar Heinrich Franz und Lüdke in der Nähe eines Tatortes, Fotografie von 1943, reproduziert in der Münchner Illustrierten vom 8. Dezember 1956; Foto: Jonas Zilius, 2015
Französisches Kinoplakat, 1958: Die SS schlägt immer nachts zu, die plakative Deutung von Robert Sidomaks Filmparabel im Poster von Clément Hurel für die französische Kinoauswertung von Nachts, wenn der Teufel kam. Frankreich 1958, 161 x 116 cm; Sammlung Axel Doßmann, Berlin
Setfotografie mit Mario Adorf als Lüdke, 1957: Lüdke-Darsteller Mario Adorf posiert mit einem Schattenriss-Porträt des vermeintlichen Massenmörders. Filmstill für die Bewerbung von Robert Siodmaks Spielfilm Nachts, wenn der Teufel kam (1957), Fotograf: unbekannt; Akademie der Künste Berlin, Mario-Adorf-Archiv, Adorf 487.

Ausschreibung 2 Promotionsstellen Forschungskolleg SENSING in Potsdam

Ausschreibung von 2 Promotionsstellen
an der Universität Potsdam gemeinsam mit der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Im Rahmen des von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungskollegs  SENSING: Zum Wissen sensibler Medien sind zwei Promotionsstellen in Teilzeit mit 26 Wochenstunden (65 %) befristet vom 1.12.2018 bis zum 30.11.2022 zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TVLänder, die Befristung nach § 2 Abs. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz. Bewerbungsschluss ist der 30.09.2018.

Über das Forschungskolleg
Das Forschungskolleg SENSING: Zum Wissen sensibler Medien untersucht sensorische, vernetzte Medien und deren Verhältnis zum menschlichen Wahrnehmen und Fühlen. Durch die Implementierung von Sensoren werden Medien und Alltagsgegenstände heute zunehmend mit einem „technischen Empfindungsvermögen“ versehen. In sensorische Netzwerke integriert, erfassen und steuern ihre Interfaces und Algorithmen wiederum die menschliche Sinneswahrnehmung. Zum Spektrum sensorischer Medienassemblagen gehören unter anderem Smartphones, E-Books, Kameradrohnen, Wearables, Health Apps, Messstationen, Sprachassistenten, Smart Homes, Virtual-Reality-Installationen, medizinische Bildgebung oder interaktive Ausstellungen. Das Forschungskolleg ist am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) verortet, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung der Hochschulen des Landes Brandenburg. Es besteht die Möglichkeit zur Promotion an der Universität Potsdam, der FH Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF sowie der BTU Cottbus-Senftenberg. Im Rahmen einer strukturierten Graduiertenausbildung vermittelt das Kolleg interdisziplinäre Kompetenzen, die den Kollegiat*innen den Einstieg in diverse Forschungs- und Praxisfelder ermöglichen. Eine Besonderheit ist die enge Verbindung von Medienwissenschaft und Medienpraxis: Die Kollegiat*innen verbringen bis zu 12 Monate bei namhaften Praxispartnern aus den Bereichen Film- und VRProduktion, Rundfunk, Ausstellungsdesign, Museum, Marketing oder Verlagswesen. Weitere Informationen sind der Website des Forschungskollegs zu entnehmen: http://www.sensing-media.de

Bewerbungsvoraussetzungen:
Gesucht werden Nachwuchswissenschaftler*innen aus medien-, kultur- oder kunstwissenschaftlichen Fächern mit einem ausgezeichneten Hochschulabschluss und zum Forschungsthema passenden theoretischen und methodologischen Kenntnissen und Fähigkeiten. Ihre Promotionsprojekte sollten sich möglichst mit konkreten Untersuchungsgegenständen im Bereich visueller sensorischer Medien beschäftigen, beispielsweise mit E-Books, Virtual und Augmented Reality, visuellem Datenjournalismus, perzeptiven / empathischen Bildmedien, Hologramm-Avataren, interaktiver Animation, immersivem/interaktivem Dokumentarfilm oder anderen Arten sensorischer (Bewegt-)Bilder. BewerberInnen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, müssen einen Sprachnachweis für Deutsch (C1 / DSH 2 / ZOP / TestDaF 4 / DSD II) beibringen.  Wünschenswert sind sehr gute Kenntnisse von Englisch in Wort und Schrift.

Die Bewerbungen sollen folgende Unterlagen umfassen:
• Exposé eines Dissertationsvorhabens (5-10 Seiten einschl. Zeitplan) inkl. einer knappen Einordnung in die Gesamtthematik und Angabe möglicher Praxisfelder
• Motivationsschreiben
• Arbeitsprobe (Ausschnitt aus Abschlussarbeit, 15-20 Seiten)
• Tabellarischer Lebenslauf inklusive Nennung medienpraktischer Erfahrungen und Arbeiten
• Kopien der Hochschulzugangs- und Universitätsabschlusszeugnisse
• Vertrauliches Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers / einer Hochschullehrerin

Die aktive Teilnahme am Veranstaltungsprogramm des Kollegs wird erwartet.

Die Universität strebt in allen Beschäftigungsgruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Bewerber/-innen bevorzugt berücksichtigt.

Die Bewerbungen sind in elektronischer Form (eine PDF-Datei) bis zum 30.09.2018 an die Sprecherin des Kollegs, Prof. Dr. Marie-Luise Angerer, Universität Potsdam, zu richten: stephanie.rymarowicz@uni-potsdam.de

Die Auswahlgespräche finden am 19.10.2018 statt. Kosten, die im Zusammenhang mit der Vorstellung entstehen, können leider nicht erstattet werden.

Soeben erschienen: Bilder verteilen – Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur

Winfried Gerling, Susanne Holschbach und Petra Löffler

Digitale Fotografien sind allgegenwärtig: Sie werden täglich milliardenfach erzeugt, verbreitet, kommentiert und gespeichert. Im Zusammenspiel mit digitalen Technologien und sozialen Netzwerken sind Praktiken entstanden, die Produktion und Rezeption, Distribution und Archivierung fotografischer Bilder radikal verändert haben. Sie werden dabei ebenso von ihren Prosumer/innen verteilt, geordnet und bewertet wie von Maschinen, Software und Algorithmen. Wie verschieben sich dadurch fotografische Konzepte von Autorschaft, Referenz und Relevanz? Welche Ästhetiken, Wissensordnungen und Archive entstehen in digitalen Kulturen? Dieser Band erschließt erstmals systematisch die neuen Technologien und kulturellen Praktiken, durch die fotografische Bilder gegenwärtig verteilt und wirksam werden.

2018-04-23, 290 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4070-0

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4070-0/bilder-verteilen/

Programm: Fotografie und Technik | 4. Workshop der AG Fotografieforschung

14. und 15. Juni 2018, am Institut für Medienwissenschaft / Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Philipps-Universität Marburg

Der Workshop versteht die Technik als einen zentralen, aber diverser Teil der Fotografie. Im Workshop wird der Frage nach der Technik weniger grundsätzlich theoretisiert nachgegangen, als dass in den Mittelpunkt gestellt wird, wie die Technik in der Erforschung der Fotografie berücksichtigt werden kann. Im interdisziplinären Zusammenspiel wird das Ziel verfolgt, breit aufgerissene Problemhorizonte zu diskutieren und zu reflektieren. Willkommen sind daher fotografieinteressierte Wissenschaftler_innen aus allen Disziplinen. Für die Teilnahme ist es nicht zwingend notwendig, Mitglied der GfM oder der AG Fotografieforschung zu sein. Im Sinne des Workshop-Charakters steht die Diskussion im Vordergrund. Vorab wird von den eingeladenen Referent_innen ein ca. 8-seitiges Papier eingereicht, das die methodischen Überlegungen und Fragen an einer eigenen Fallstudie oder anhand einer exemplarischen und einschlägigen Position umreißt. Das Papier soll von allen Workshop-Teilnehmer_innen gelesen worden sein. Auf dem Workshop wird lediglich eine maximal 10minütige Impulspräsentation stattfinden, die das jeweils diskutierte Material mit den Leitfragen koppelt. Im Anschluss jeder Präsentation findet eine ca. 30minütige Diskussion statt.

Anmeldungen bitte an die Organisatoren: Daniel Bühler (Cottbus) und Jens Ruchatz (Marburg)
(E-Mail: d.buehler@b-tu.de; ruchatz@staff.uni-marburg.de)

Am Workshop kann nur nach vorheriger Anmeldung teilgenommen werden.

Donnerstag | 14.06.2018

14.00 Uhr     Daniel Bühler (Cottbus) und Jens Ruchatz (Marburg) Begrüßung und Einführung

Panel 1

14.20 Uhr     Mona Schubert (Köln) Das dirigierte Bild: Gilbert Simondons „Die Existenzweise technischer Objekte“ (1958) und das fotografische Dispositiv

15.00 Uhr     Stephan Sagurna (Münster) Materialimmanente Spurenanalyse: Zur technischen Genese und Rekonstruktion des Bildentstehungsprozesses von Fotografien

15.40 Uhr     Franz Hefele (München) „Handhaltung: Körperhaltung“: Otto Croy über den Umgang mit fotografischer Technik

16.20 Uhr     Kaffeepause

Panel 2

16.50 Uhr     Carolin Anda (Potsdam) Visuelle und technische Ebenen in Bilderkennungsalgorithmen: Vom visuellen Software-Training zum zwinkernden Selfie

17.30 Uhr     Birk Weiberg (Zürich) Existenzweisen der Kamera

18.10 Uhr     Joachim Froese (Brisbane) Fotografie als Technik

18.50 Uhr     Ende

19.00 Uhr     Gemeinsames Abendessen

Freitag | 15.06.2018

Archivbesuch: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg

9.00 Uhr        Hubert Locher, Sonja Feßel und Susanne Dörler (Marburg) Archivbesuch

Panel 3

11.20 Uhr     Antje Dittmann (Berlin) Das Ringen der Fotografie um Eigenständigkeit in der fotomechanischen Vervielfältigung

12.00 Uhr     Doris Gassert (Winterthur) In/stabile Bilder und die Politiken der Repräsentation

12.40 Uhr     Mittagspause

Panel 4

14.00 Uhr     Verena Kuni (Frankfurt a. M.) Lochkamera

14.40 Uhr     Stefanie Stallschus (Berlin) Sichtbare Dunkelheit – Die Nachtaufnahme als ein intensiviertes Bild der Technik

15.20 Uhr     Maria Männig (Karlsruhe) Scan(phot)ography. Von der Kunst des Bildermachens

16.00 Uhr     Schlussdiskussion

16.30 Uhr     Ende

CfP: Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ (SPP 2172) der DFG

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2018 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Das digitale Bild“ (SPP 2172) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode ein.

Das Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ will von einem multiperspektivischen Standpunkt aus in der Zusammenführung exemplarischer Projekte die zentrale Rolle thematisieren, die dem Bild im komplexen Prozess der Digitalisierung des Wissens in Theorie und Praxis zukommt. Intendiert ist eine kritische Thematisierung und Reflexion dieser Dimension als eines tief greifenden epistemologischen Umbruchs. Dies kann nur in einem dezidiert transdisziplinären Austausch und unter besonderer Einbeziehung auch der Informationswissenschaften erfolgen.

Im Schwerpunktprogramm sollen Projekte aufgenommen werden, die erstens auf den Anteil des Bildes im Prozess der Digitalisierung reflektieren in der Absicht, zu einer Theorie des digitalen Bildes in der Verwendung in Kunst, Wissenschaft, Kultur beizutragen; die sich zweitens beschreibend und interpretierend dem Phänomen, den Erscheinungsformen und Praktiken des „Digital Turn“ in seiner visuellen Dimension zuwenden, wozu zum Beispiel auch die Beschreibung und Interpretation von Formen der bildenden Kunst im digitalen Raum gehören; und die drittens auf die Praxis der Technologien des digitalen Bildes zielen, beispielsweise die Entwicklung innovativer Formen des Einsatzes des digitalen Bildes als Medium der Erkenntnis im Umfeld der Wissenschaft betreiben. Anträge können einem dieser drei Bereiche zugeordnet, sollen zugleich aber mit Blick auf die anderen konzipiert sein. Ein Schwerpunkt soll im Bereich der Praxis, hier der Untersuchung und Reflexion der technologischen Instrumente und sozialen Infrastrukturen, liegen.

In jedem Projekt, gleich welcher fachlichen Anbindung und Orientierung, ist eine reflexive Komponente verlangt. Diese kann als konzeptuell-entwicklungsorientierte und/oder medienreflexive Position umgesetzt werden. Projekte, die lediglich die „Digitalisierung“ eines Bestands bezwecken oder ausschließlich neue Tools zur Bearbeitung dieses Bestands liefern, sind nicht adressiert. Prinzipiell sollen die Projekte zum besseren Verständnis der Rolle des digitalen Bildes in der Wissensgesellschaft beitragen und damit die Bildhaftigkeit von Wissen im digitalen Raum reflektieren.

Der Antrag ist in englischer Sprache bis spätestens 15. September 2018 bei der DFG einzureichen:
https://elan.dfg.de/

Die Ausschreibung der DFG findet man hier:
http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_18_14/index.html

Den Antragstext hier:
https://tinyurl.com/y8z77jpf

GfM-Jahrestagung 2017 | AG-Panel ‚Fotografie und Display: Zur Zugänglichkeit digitaler Fotografien‘ | 06.10.17, 11h00

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema ‚Zugänge‘ am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg vom 4. – 7. Oktober 2017 findet am Freitag, 06.10., von 11h00 bis 13h00 im Großen Hörsaal das Panel der AG Fotografieforschung mit dem Titel ‚Fotografie und Display: Zur Zugänglichkeit digitaler Fotografien‚ statt.

Nähere Informationen zur Jahrestagung:
http://www.gfm2017.de/

Digitale Fotografien sind nicht im engeren Sinn materiell gebunden, die Bildinformation ist in einem binären Code gespeichert. Um für die Wahrnehmung zugänglich zu werden, müssen sie sich jedoch materialisieren. Unter den Bedingungen der Digitalität erfordert es also ein Display – als Schnittstelle von Hardware, Software, (fotografischen) Daten und User – das die Bilder bzw. Daten perzeptiv zugänglich macht. Die Lösung der Bilder von einer festen Materialität hat digitalen Fotografien auch eine neue Operativität verliehen, welche unter den Bedingungen einer allgemeinen Algorithmisierung – auch kultureller Praktiken – erst zur Entfaltung kommt. Die Konjunktur der Fotografie als Bild im Display der Foto-Kamera, des Smartphones, des Tablets oder allgemeiner des Computers kann auf die Allgegenwart dieser ›neuen‹ Technologien zurückgeführt werden. Wenn man heute mit Fotografien zu tun hat, ist immer auch das Display (mit) im Bild.

Den Funktionen und Aufgaben von Fotografien und Displays sowie den Bedingungen, denen die Zugänglichmachung und Erzeugung von Fotografien im Display unterliegt, geht das Panel nach. Technische/materielle Bedingungen werden befragt, z.B. verschiedene dispositive Anordnungen, die durch Hardware vorgegeben werden sowie die Software, denen die Anzeige der Bilder unterworfen ist. Das Display als Schnittstelle von Kultur und Technik wird untersucht, indem die ästhetischen, diskursiven, sozialen und ökonomischen Rahmungen herausgearbeitet werden, welche die Bereitstellung und Verwendung, d.h. den Zugang zu Display-Fotografien beschränken und regeln. Des Weiteren werden die fotografischen Bildoberflächen selbst als Zugang zu Daten und Informationen untersucht werden, z.B. Screenshots zur Dokumentation von Sachverhalten, (künstlerische) Auseinandersetzungen mit via Display Angebotenem, In-Game-Fotografie und Desktop-Hintergründe.

Panel-Programm:
Chair(s): Winfried Gerling (Fachhochschule Potsdam), Jens Ruchatz (Philipps-Universität Marburg), Daniel Bühler (Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg)

  • Schirmbilder – Fotografieren im Digitalen
    Winfried Gerling, Fachhochschule Potsdam
  • The Crack in the Bridge
    Lisa Andergassen, Fachhochschule Potsdam
  • Streaming als Ausstellungsdisplay
    Birk Weiberg, Zürcher Hochschule der Künste
  • Fotografie in Schlagwörtern – Die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Gewährleistung blinden-gerechter Displays
    Carolin Anda, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Das Panel-Programm mit Vortrags-Abstracts:
https://www.conftool.pro/gfm2017/index.php?page=browseSessions&form_session=180&presentations=show

Programm für Workshop der AG Fotografieforschung: „Fotografie als Auslöser“

 

WORKSHOP: FOTOGRAFIE ALS AUSLÖSER

Untenstehend finden Sie das Programm für den Workshop der AG Fotografieforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft.

Interessierte melden sich bitte per Mail unter andergassen@fh-potsdam.de an (Betreff: Anmeldung Workshop Auslöser).

Die Paper der Vortragenden werden allen angemeldeten Teilnehmenden ab dem 16.06. zur Verfügung gestellt.

Datum:
Fr, 23.6. 10.00 – 17.00 Uhr

Ort:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam

Organisiert von: Winfried Gerling, Andreas Sudmann und Lisa Andergassen

Ablauf:
10:00 – 10:30
Begrüßung

10:30 – 12:00
Lina Maria Stahl: „Hidden Stars. Astrofotografie als mediales Akteur-Netzwerk“
Maria Männig: „Zum mimetischen Begehren auf Instagram“

12:00 – 13:00
Mittagspause

13:00 – 14:30
Stefanie Wenger: „Objects that look good online – Der installation shot als Substitut des Kunstwerks“
Tati Rosenstein: „Das fotografische Standbild aus Auslöser computer-animierter Installationen.“

14:30 – 15:00
Kaffepause

15:00 – 15:45
Michael Kuhmann: „Spurensuche im Licht – eine Geschichte von Displays an Blitzgeräten“

15:45 – 17:15
Abschlussdiskussion
Diskussion der Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses Schlussworte

Extended Proposal Deadline: CFP: Symposium „Pointed or Pointless? Recalibrating the Index“ in London/ Berlin

Proposal deadline extended until the 18th of April: Pointed or Pointless? Recalibrating the Index

Day 1 – London: 10 June 2017
Day 2 – Berlin: tbd November 2017

A conference and forum on the index in contemporary photography and image-based practice, theory and culture.

The symposium “Pointed or Pointless? Recalibrating the Index” aims to reconsider the notion of the index, its history and present-day applicability. Some recent debates – which abandon strict definitions of analogue/digital and scrutinize fixed notions of truth and medium – are taken as an opportunity to readdress the notion in the 21st century.

Further information see here.

London
Proposal Deadline: 18th April 2017
Notification of acceptance: 25th April 2017

Berlin
Proposal Deadline: 30th June 2017
Notification of acceptance: 15th July 2017

The first event will be recorded and webcast. Priority for Berlin papers will be given to abstracts that build on or respond to papers from the London event as part of their research.

Organizing Committee:
Lisa Andergassen (Fachhochschule Postdam)
Paulius Petraitis (Middlesex University)
Damian Sutton (Coventry University)

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