Browse Category

AG

Soeben erschienen: Bilder verteilen – Fotografische Praktiken in der digitalen Kultur

Winfried Gerling, Susanne Holschbach und Petra Löffler

Digitale Fotografien sind allgegenwärtig: Sie werden täglich milliardenfach erzeugt, verbreitet, kommentiert und gespeichert. Im Zusammenspiel mit digitalen Technologien und sozialen Netzwerken sind Praktiken entstanden, die Produktion und Rezeption, Distribution und Archivierung fotografischer Bilder radikal verändert haben. Sie werden dabei ebenso von ihren Prosumer/innen verteilt, geordnet und bewertet wie von Maschinen, Software und Algorithmen. Wie verschieben sich dadurch fotografische Konzepte von Autorschaft, Referenz und Relevanz? Welche Ästhetiken, Wissensordnungen und Archive entstehen in digitalen Kulturen? Dieser Band erschließt erstmals systematisch die neuen Technologien und kulturellen Praktiken, durch die fotografische Bilder gegenwärtig verteilt und wirksam werden.

2018-04-23, 290 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4070-0

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4070-0/bilder-verteilen/

Programm: Fotografie und Technik | 4. Workshop der AG Fotografieforschung

14. und 15. Juni 2018, am Institut für Medienwissenschaft / Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Philipps-Universität Marburg

Der Workshop versteht die Technik als einen zentralen, aber diverser Teil der Fotografie. Im Workshop wird der Frage nach der Technik weniger grundsätzlich theoretisiert nachgegangen, als dass in den Mittelpunkt gestellt wird, wie die Technik in der Erforschung der Fotografie berücksichtigt werden kann. Im interdisziplinären Zusammenspiel wird das Ziel verfolgt, breit aufgerissene Problemhorizonte zu diskutieren und zu reflektieren. Willkommen sind daher fotografieinteressierte Wissenschaftler_innen aus allen Disziplinen. Für die Teilnahme ist es nicht zwingend notwendig, Mitglied der GfM oder der AG Fotografieforschung zu sein. Im Sinne des Workshop-Charakters steht die Diskussion im Vordergrund. Vorab wird von den eingeladenen Referent_innen ein ca. 8-seitiges Papier eingereicht, das die methodischen Überlegungen und Fragen an einer eigenen Fallstudie oder anhand einer exemplarischen und einschlägigen Position umreißt. Das Papier soll von allen Workshop-Teilnehmer_innen gelesen worden sein. Auf dem Workshop wird lediglich eine maximal 10minütige Impulspräsentation stattfinden, die das jeweils diskutierte Material mit den Leitfragen koppelt. Im Anschluss jeder Präsentation findet eine ca. 30minütige Diskussion statt.

Anmeldungen bitte an die Organisatoren: Daniel Bühler (Cottbus) und Jens Ruchatz (Marburg)
(E-Mail: d.buehler@b-tu.de; ruchatz@staff.uni-marburg.de)

Am Workshop kann nur nach vorheriger Anmeldung teilgenommen werden.

Donnerstag | 14.06.2018

14.00 Uhr     Daniel Bühler (Cottbus) und Jens Ruchatz (Marburg) Begrüßung und Einführung

Panel 1

14.20 Uhr     Mona Schubert (Köln) Das dirigierte Bild: Gilbert Simondons „Die Existenzweise technischer Objekte“ (1958) und das fotografische Dispositiv

15.00 Uhr     Stephan Sagurna (Münster) Materialimmanente Spurenanalyse: Zur technischen Genese und Rekonstruktion des Bildentstehungsprozesses von Fotografien

15.40 Uhr     Franz Hefele (München) „Handhaltung: Körperhaltung“: Otto Croy über den Umgang mit fotografischer Technik

16.20 Uhr     Kaffeepause

Panel 2

16.50 Uhr     Carolin Anda (Potsdam) Visuelle und technische Ebenen in Bilderkennungsalgorithmen: Vom visuellen Software-Training zum zwinkernden Selfie

17.30 Uhr     Birk Weiberg (Zürich) Existenzweisen der Kamera

18.10 Uhr     Joachim Froese (Brisbane) Fotografie als Technik

18.50 Uhr     Ende

19.00 Uhr     Gemeinsames Abendessen

Freitag | 15.06.2018

Archivbesuch: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg

9.00 Uhr        Hubert Locher, Sonja Feßel und Susanne Dörler (Marburg) Archivbesuch

Panel 3

11.20 Uhr     Antje Dittmann (Berlin) Das Ringen der Fotografie um Eigenständigkeit in der fotomechanischen Vervielfältigung

12.00 Uhr     Doris Gassert (Winterthur) In/stabile Bilder und die Politiken der Repräsentation

12.40 Uhr     Mittagspause

Panel 4

14.00 Uhr     Verena Kuni (Frankfurt a. M.) Lochkamera

14.40 Uhr     Stefanie Stallschus (Berlin) Sichtbare Dunkelheit – Die Nachtaufnahme als ein intensiviertes Bild der Technik

15.20 Uhr     Maria Männig (Karlsruhe) Scan(phot)ography. Von der Kunst des Bildermachens

16.00 Uhr     Schlussdiskussion

16.30 Uhr     Ende

CfP: Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ (SPP 2172) der DFG

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2018 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Das digitale Bild“ (SPP 2172) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode ein.

Das Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ will von einem multiperspektivischen Standpunkt aus in der Zusammenführung exemplarischer Projekte die zentrale Rolle thematisieren, die dem Bild im komplexen Prozess der Digitalisierung des Wissens in Theorie und Praxis zukommt. Intendiert ist eine kritische Thematisierung und Reflexion dieser Dimension als eines tief greifenden epistemologischen Umbruchs. Dies kann nur in einem dezidiert transdisziplinären Austausch und unter besonderer Einbeziehung auch der Informationswissenschaften erfolgen.

Im Schwerpunktprogramm sollen Projekte aufgenommen werden, die erstens auf den Anteil des Bildes im Prozess der Digitalisierung reflektieren in der Absicht, zu einer Theorie des digitalen Bildes in der Verwendung in Kunst, Wissenschaft, Kultur beizutragen; die sich zweitens beschreibend und interpretierend dem Phänomen, den Erscheinungsformen und Praktiken des „Digital Turn“ in seiner visuellen Dimension zuwenden, wozu zum Beispiel auch die Beschreibung und Interpretation von Formen der bildenden Kunst im digitalen Raum gehören; und die drittens auf die Praxis der Technologien des digitalen Bildes zielen, beispielsweise die Entwicklung innovativer Formen des Einsatzes des digitalen Bildes als Medium der Erkenntnis im Umfeld der Wissenschaft betreiben. Anträge können einem dieser drei Bereiche zugeordnet, sollen zugleich aber mit Blick auf die anderen konzipiert sein. Ein Schwerpunkt soll im Bereich der Praxis, hier der Untersuchung und Reflexion der technologischen Instrumente und sozialen Infrastrukturen, liegen.

In jedem Projekt, gleich welcher fachlichen Anbindung und Orientierung, ist eine reflexive Komponente verlangt. Diese kann als konzeptuell-entwicklungsorientierte und/oder medienreflexive Position umgesetzt werden. Projekte, die lediglich die „Digitalisierung“ eines Bestands bezwecken oder ausschließlich neue Tools zur Bearbeitung dieses Bestands liefern, sind nicht adressiert. Prinzipiell sollen die Projekte zum besseren Verständnis der Rolle des digitalen Bildes in der Wissensgesellschaft beitragen und damit die Bildhaftigkeit von Wissen im digitalen Raum reflektieren.

Der Antrag ist in englischer Sprache bis spätestens 15. September 2018 bei der DFG einzureichen:
https://elan.dfg.de/

Die Ausschreibung der DFG findet man hier:
http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_18_14/index.html

Den Antragstext hier:
https://tinyurl.com/y8z77jpf

GfM-Jahrestagung 2017 | AG-Panel ‚Fotografie und Display: Zur Zugänglichkeit digitaler Fotografien‘ | 06.10.17, 11h00

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema ‚Zugänge‘ am Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU Erlangen-Nürnberg vom 4. – 7. Oktober 2017 findet am Freitag, 06.10., von 11h00 bis 13h00 im Großen Hörsaal das Panel der AG Fotografieforschung mit dem Titel ‚Fotografie und Display: Zur Zugänglichkeit digitaler Fotografien‚ statt.

Nähere Informationen zur Jahrestagung:
http://www.gfm2017.de/

Digitale Fotografien sind nicht im engeren Sinn materiell gebunden, die Bildinformation ist in einem binären Code gespeichert. Um für die Wahrnehmung zugänglich zu werden, müssen sie sich jedoch materialisieren. Unter den Bedingungen der Digitalität erfordert es also ein Display – als Schnittstelle von Hardware, Software, (fotografischen) Daten und User – das die Bilder bzw. Daten perzeptiv zugänglich macht. Die Lösung der Bilder von einer festen Materialität hat digitalen Fotografien auch eine neue Operativität verliehen, welche unter den Bedingungen einer allgemeinen Algorithmisierung – auch kultureller Praktiken – erst zur Entfaltung kommt. Die Konjunktur der Fotografie als Bild im Display der Foto-Kamera, des Smartphones, des Tablets oder allgemeiner des Computers kann auf die Allgegenwart dieser ›neuen‹ Technologien zurückgeführt werden. Wenn man heute mit Fotografien zu tun hat, ist immer auch das Display (mit) im Bild.

Den Funktionen und Aufgaben von Fotografien und Displays sowie den Bedingungen, denen die Zugänglichmachung und Erzeugung von Fotografien im Display unterliegt, geht das Panel nach. Technische/materielle Bedingungen werden befragt, z.B. verschiedene dispositive Anordnungen, die durch Hardware vorgegeben werden sowie die Software, denen die Anzeige der Bilder unterworfen ist. Das Display als Schnittstelle von Kultur und Technik wird untersucht, indem die ästhetischen, diskursiven, sozialen und ökonomischen Rahmungen herausgearbeitet werden, welche die Bereitstellung und Verwendung, d.h. den Zugang zu Display-Fotografien beschränken und regeln. Des Weiteren werden die fotografischen Bildoberflächen selbst als Zugang zu Daten und Informationen untersucht werden, z.B. Screenshots zur Dokumentation von Sachverhalten, (künstlerische) Auseinandersetzungen mit via Display Angebotenem, In-Game-Fotografie und Desktop-Hintergründe.

Panel-Programm:
Chair(s): Winfried Gerling (Fachhochschule Potsdam), Jens Ruchatz (Philipps-Universität Marburg), Daniel Bühler (Brandenburgische Technische Universität Cottbus – Senftenberg)

  • Schirmbilder – Fotografieren im Digitalen
    Winfried Gerling, Fachhochschule Potsdam
  • The Crack in the Bridge
    Lisa Andergassen, Fachhochschule Potsdam
  • Streaming als Ausstellungsdisplay
    Birk Weiberg, Zürcher Hochschule der Künste
  • Fotografie in Schlagwörtern – Die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Gewährleistung blinden-gerechter Displays
    Carolin Anda, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Das Panel-Programm mit Vortrags-Abstracts:
https://www.conftool.pro/gfm2017/index.php?page=browseSessions&form_session=180&presentations=show

Programm für Workshop der AG Fotografieforschung: „Fotografie als Auslöser“

 

WORKSHOP: FOTOGRAFIE ALS AUSLÖSER

Untenstehend finden Sie das Programm für den Workshop der AG Fotografieforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft.

Interessierte melden sich bitte per Mail unter andergassen@fh-potsdam.de an (Betreff: Anmeldung Workshop Auslöser).

Die Paper der Vortragenden werden allen angemeldeten Teilnehmenden ab dem 16.06. zur Verfügung gestellt.

Datum:
Fr, 23.6. 10.00 – 17.00 Uhr

Ort:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Friedrich-Ebert-Straße 4
14467 Potsdam

Organisiert von: Winfried Gerling, Andreas Sudmann und Lisa Andergassen

Ablauf:
10:00 – 10:30
Begrüßung

10:30 – 12:00
Lina Maria Stahl: „Hidden Stars. Astrofotografie als mediales Akteur-Netzwerk“
Maria Männig: „Zum mimetischen Begehren auf Instagram“

12:00 – 13:00
Mittagspause

13:00 – 14:30
Stefanie Wenger: „Objects that look good online – Der installation shot als Substitut des Kunstwerks“
Tati Rosenstein: „Das fotografische Standbild aus Auslöser computer-animierter Installationen.“

14:30 – 15:00
Kaffepause

15:00 – 15:45
Michael Kuhmann: „Spurensuche im Licht – eine Geschichte von Displays an Blitzgeräten“

15:45 – 17:15
Abschlussdiskussion
Diskussion der Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses Schlussworte

Extended Proposal Deadline: CFP: Symposium „Pointed or Pointless? Recalibrating the Index“ in London/ Berlin

Proposal deadline extended until the 18th of April: Pointed or Pointless? Recalibrating the Index

Day 1 – London: 10 June 2017
Day 2 – Berlin: tbd November 2017

A conference and forum on the index in contemporary photography and image-based practice, theory and culture.

The symposium “Pointed or Pointless? Recalibrating the Index” aims to reconsider the notion of the index, its history and present-day applicability. Some recent debates – which abandon strict definitions of analogue/digital and scrutinize fixed notions of truth and medium – are taken as an opportunity to readdress the notion in the 21st century.

Further information see here.

London
Proposal Deadline: 18th April 2017
Notification of acceptance: 25th April 2017

Berlin
Proposal Deadline: 30th June 2017
Notification of acceptance: 15th July 2017

The first event will be recorded and webcast. Priority for Berlin papers will be given to abstracts that build on or respond to papers from the London event as part of their research.

Organizing Committee:
Lisa Andergassen (Fachhochschule Postdam)
Paulius Petraitis (Middlesex University)
Damian Sutton (Coventry University)

Verlängerung der Deadline für CfP „Fotografie als Auslöser“

Deadline verlängert bis zum 15.04.2017:

CfP der AG Fotografieforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft
zum Thema „Fotografie als Auslöser“, im ZeM – Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (Potsdam), am 22. und 23. Juni 2017

In der internationalen Geschichtsschreibung und Theoriebildung zur Fotografie ist viel über den Moment der fotografischen Bildauslösung sowie allgemein über den Prozess der Erzeugung fotografischer Bilder in ästhetischer, epistemischer, kultureller und technischer Hinsicht geschrieben worden. Nicht zuletzt ihr indexikalischer Charakter hat den epistemischen Blick auf die Fotografie derart bestimmt, dass sie vor allem als Produkt eines spezifischen, zeitkritischen Auslösungsprozesses verhandelt wurde.

Der geplante Workshop soll diese Perspektive produktiv umkehren, in dem er dieses Mal die Fotografie selbst als auslösendes Objekt untersucht. Im Zentrum des analytischen Interesses steht damit die Fotografie als Bedingung kultureller und ästhetischer Praktiken. Das auslösende Moment der Fotografie soll dabei allerdings weder aus der Perspektive der kulturellen Wirkung vielfach diskutierter ikonischer Bilder befragt werden, noch zielt der Workshop im Kern darauf ab, die Fotografie als Dispositiv zu untersuchen, sondern stellt die Fotografie als auslösendes Zwischenbild oder Interface in den Vordergrund.

Nähere Informationen sowie den Call for Papers (bis 15.04.17) finden Sie hier.
Anmeldungen zur Teilnahme als Diskutanten_innen sind später möglich, werden jedoch so rasch wie möglich erbeten, um die Vorplanung zu erleichtern. Um teilzunehmen oder ein Papier einzureichen, muss man nicht zwingend Mitglied der GfM, der AG Fotografieforschung oder des ZeM sein.

Konzeption und Organisation: Lisa Andergassen, Winfried Gerling und Andreas Sudmann.

Call for Proposals: Update: Panel „Fotografie und Display“ der AG Fotografieforschung zur GfM-Jahrestagung 2017

UPDATE des Calls:
Panel „Fotografie und Display: Zur Zugänglichkeit digitaler Fotografien“ der AG Fotografieforschung im Rahmen der Jahrestagung 2017 der Gesellschaft für Medienwissenschaft, 04. bis 07.10.2017, FAU Erlangen-Nürnberg.

Fotografie ist gemeinsam mit den digitalen Displays heute allgegenwärtig geworden. Sei es als Bild im Display der Foto-Kamera oder auf dem Display des Smartphones. Als Werbefotografie auf den Bildschirmen in Bahnhöfen bis hin zur Fotografie als Teil von e-Publikationen auf Tablets. Wenn man heute mit Fotografien zu tun hat, ist immer auch das Display (mit) im Bild. Den Funktionen und Aufgaben von Fotografien und Displays sowie den Bedingungen, denen die Zugänglichmachung und Erzeugung von Fotografien im Display unterliegt, möchte das Panel nachgehen.

Wir bitten um Vorschläge für 20minütige Beiträge für das Panel.

Hinter diesem Link können Sie den vollständigen CfP laden:
CfP_Fotografie und Display_GfM2017

Einreichungen müssen bis zum 05.03.2017 eingegangen sein, bitte an:

Winfried Gerling (gerling@fh-potsdam.de)
Jens Ruchatz (ruchatz@staff.uni-marburg.de)
Anne Badorreck (anne.badorreck@ruhr-uni-bochum.de)
Daniel Bühler (d.buehler@b-tu.de)

Wir freuen uns auf die Einsendungen!

GfM-Jahrestagung 2016 ‚Kritik!‘ / Panel der AG Fotografieforschung ‚Fotografie als selbstkritische Praxis‘ – 30.09.16, 14h00

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema ‚Kritik!‘ an der Freien Universität Berlin vom 28.09. – 01.10.2016 findet am Freitag, 30.09., von 14h00 bis 16h00 in Raum A (L 115) das Panel der AG Fotografieforschung mit dem Thema ‚Fotografie als selbstkritische Praxis‚ statt.

Nähere Informationen zur Jahrestagung:
http://www.gfm2016.cinepoetics.fu-berlin.de/

Das Panel beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Kritik am Medium dadurch verändert, dass man sie medienpraktisch betreibt. Wird die Kritik durch die dabei entstehenden Paradoxien ihrer Plausibilität beraubt? Oder gewinnt sie gerade besondere Relevanz, weil sie zugleich die Möglichkeit einer anderen Praxis aufzeigt? Um dies genauer einzuschätzen zu können werden u.a. zwei Ansatzpunkte fotografischer Selbstkritik unterschieden. Zum einen kann es ihr um die spezifischen, oft ontologisierten Grenzen des Mediums gehen. So kann die fotografische Serie als Kommentar zur Fragmentarität des Einzelbildes verstanden werden, eine Retusche oder digitale Überarbeitung eines Bildes als kritische Anzeige der Defizite fotografischer Bedeutungsstiftung (wie etwa bei Andreas Gursky). Zum anderen kann sich die Selbstkritik des Mediums auf eine aktuelle oder vergangene Praxis des Mediums richten. So positioniert sich Sherrie Levines Serie After Walker Evans etwa kritisch in Bezug auf die Fetischisierung des vintage prints, wie sie für den Kunstmarkt charakteristisch ist. Internet Memes können wiederum als populäre, parodistische Form der Dekonstruktion fotografischer Ikonen gelten. Auch wenn selbstkritische Reflexionen der Fotografie typischerweise im Rahmen von Kunst anzusiedeln sind, lassen sie sich auch in populären Formen wiedererkennen. In jedem Fall geht es darum, Formen, Situationen und Kontexte zu identifizieren, die eine selbstkritische fotografische Praxis sowohl markieren als auch ermöglichen.

Abstract des Panels:
Panelabstract_2016

Panel-Programm:
Chair(s): Jens Ruchatz (Philipps-Universität Marburg), Kay Kirchman (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen), Andreas Sudmann (Freie Universität Berlin)

– Stockphotography in der Selbstkritik? Zur Bildpraxis des Kunstkollektivs DIS
Susanne Holschbach, Universität der Künste Berlin

– Zwischen Kritik und Neu-Konfiguration: Hito Steyerls und Martha Roslers dokumentarische Theorien und Praxen
Daniel Bühler, Brandenburgische Technische Universität

– Selfies, die Selfies kritisieren: Formen und Funktionen
Rainer Hillrichs, Universität Mannheim

Panel-Programm mit Vortrags-Abstracts:
Jahrestagung-der-GfM-2016-Panel-Fotografieforschung

  • 1
  • 2